Fazit der Vegan for Youth Challenge

Dann will ich mal mit meinem Fazit zur „Vegan for Youth Challenge“ beginnen, die ich vor ca. 8 Wochen beendet habe.

Wie alles begann

Am 24. Mai 2014 habe ich mir bei amazon das Buch „Eat & Run: Mein ungewöhnlicher Weg als veganer Ultramarathon-Läufer an die Weltspitze“ von Scott Jurek bestellt. Eigentlich hat mich nur der Aspekt des Ultralaufens Interessiert und bin dann über dieses Buch zur veganen Ernährung gekommen.
In meinem Urlaub am Gardasee habe ich das Buch fertig gelesen. Scott Jurek hat mich total begeistert mit seinem Buch und seine Erfolge waren unglaublich. Da war für mich klar: Das musst du ausprobieren. Am 29.05.2014 habe ich am Lago di Garda das letzte Mal gegrillt – und es lag nicht am schlechten italienischen Grillzeug. Damit war für mich der erste Schritt vollzogen.
Nach dem Urlaub habe ich mir 1000 Gedanken darüber gemacht, wie gut doch die vegane Ernährung für Läufer bzw. Sportler sein muss und habe peu à peu meine Ernährung umgestellt. Wie ich so bin, habe ich erst mal alles aus dem Netz aufgesaugt, was mit Vegan zu tun hat und mir alles rein gezogen, was ging. Vegane Rezepte habe ich sofort viele gefunden, aber vegane Rezepte für Sportler nur bedingt. Ich habe mich auf die Suche nach einem guten Kochbuch gemacht, das alle meine Bedingungen erfüllen sollte und es dann auch tat. Während der Suche traf ich auf Atilla Hildmann. Ich hatte noch nie was von diesem Typen gehört, aber er schien sympathisch zu sein und er hat genau das im Angebot, was ich gesucht habe. Zuerst bestellte ich mir das „Vegan for fit“ Buch und kurze Zeit später das „Vegan for Youth“ Buch. Die Rezepte in den Büchern enthalten keinen Zucker, keine Zusatzstoffe, sind MEGA lecker, leicht nachzukochen und bieten viele Low carb Gerichte an, was für mich sehr wichtig ist, da ich meistens abends koche. Zudem haben die Bücher alle Bereiche abgedeckt, die man so zum Leben braucht. Frühstück, Getränke, Mittagessen, Abendessen, Kuchen, Snacks, ToGo-Gerichte und Smoothies. Bis zum 01. 08. hab ich mal vegetarisch, mal vegan gekocht und meine Küche so langsam umgestellt. Am 01.08.2014 startete ich dann mit der „Vegan for Youth Challenge“. Warum die Youth? Weil sie noch mehr gesundheitliche Aspekte für den Geist enthält, was im nachhinein auch perfekt für mich war. Die Challenge soll einem die Basics für ein längeres, besseres und aktiveres Leben vermitteln.

Foto: Simon Vollmeyer

Foto: Simon Vollmeyer

Wie war es währenddessen?

Ich habe 63 Tage auf tierische Produkte, Kaffee, Industriezucker, weißes Mehl, Fertigprodukte, Lebensmittel mit Zusatzstoffen/Geschmacksverstärker etc. verzichtet. Dafür durfte ich jeden Tag einen Liter Grünen Tee, einen „Vegan for Youth Juice“, einen Liter Kräutertee und viele leckere vegane Gerichte genießen. Der Hauptbestandteil waren natürlich die leckeren Rezepte aus dem „Vegan for Youth“ Buch, welches ich jedem empfehlen kann. Auch denen unter euch, die keine Veganer werden wollen. Die Rezepte sind zu geil, um sie nicht zu kochen. Ich habe jeden Abend gekocht, meisten gleich die doppelte Menge, damit ich gleich was für mittags hatte und anschließend habe ich noch das Frühstück vorbereitet. Morgens gab es anstatt Café einen leckeren Matcha Latte. Den Matcha habe ich vorher nicht gekannt und habe ihn lieben gelernt. Den trinke ich auch Wochen nach der Challenge noch. Matcha (jap.: 抹茶 „pulverisierter Tee“) ist übrigens fein gemahlener Grüntee und macht auf eine ganz andere Art und Weise fit wie Café. Man schwebt eher durch den Tag.:-)

Während der Challenge soll man jeden Tag mindestens 15 min. meditieren und drei Qigong Übungen durchführen. Nachdem ich das fünf Tage gemacht habe, konnte ich endlich wieder besser schlafen, was ich vorher sechs Monate nicht konnte und habe mich spitze gefühlt. Inzwischen habe ich mich an einem Qigong Kurs an der VHS-Fulda angemeldet.

Desweiteren war während dieser Challenge regelmäßige Bewegung/Sport Pflicht und ein ausgedehntes!! Dehn-Programm musste man auch absolvieren. Ich habe während der Challenge mein Freeletics und Lauftraining ganz normal durchgeführt und konnte mich um einiges steigern. In der Mitte der Challenge habe ich eine Halbmarathon erfolgreich mit 1:42 h gefinisht, damit habe ich mich um ca. 10 min. verbessert. Ich glaube, da ist immer noch etwas mehr drin, ich bin gespannt, was noch alles möglich ist.

Ich könnte jetzt stundenlang über die tollen Zutaten, Rezepte oder Smoothies schreiben, aber das würde euch nur langweilen und am Ende müsst ihr es am besten mal selber ausprobieren. Bis auf ein oder zwei Rezepte war alles sehr lecker und satt hat es auch immer gemacht.

Ich hatte während der Challenge immer ein gutes und befreites Gefühl, aber nie das Verlangen nach Fleisch, was mich schon etwas gewundert hat. Alles im allem bin ich froh, dass ich die Challenge durchgezogen habe. Ich habe dabei nur gewonnen.

Wie ging es mir danach?

Am Tag 63 habe ich meine Challenge beendet und auf einmal war da eine kleine Leere. Rund 60 Tage hatte ich täglich Vorgaben, was ich essen und woran ich mich so ungefähr halten sollte. Das fehlte mir zwei bis drei Tage lang, bis ich begriff, dass ich mir jetzt doch auch mal was gönnen könnte und habe das dann auch gemacht. Inzwischen suche weiter nach der perfekten Ernährung, die es natürlich nicht gibt. Die veganen Sachen von Atilla Hildmann sind schon nah dran. Wenn ich in Zukunft koche, wird es wohl weiterhin viel aus seinen Büchern geben. Ich werde aber auch mal in die Bücher von der lieben La Veganista reinschauen und natürlich von Brendan Brazier, Björn Moschinski, Scott Jurek und Matt Frazier uvm.. Ich bin gespannt, was für Köstlichkeiten da draußen noch auf mich warten.

Gewicht

Vorher: 79,3 kg – Nachher: 73,5 kg

Vegan bleiben?

Kommen wir zur Frage der Fragen. Bleib ich vegan, oder werde ich Vegetarier. Werde ich am Ende noch Frutarier oder doch wieder ein Meatathlet, wie die Jahre zuvor??? Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr sprunghaft und immer offen für Neues bin und damit werde ich mich nie endgültig festlegen. Mein jetziger Weg wird mich nahe am Veganismus vorbei führen, aber nicht so nah, dass ich mich darin verlaufe. Ein 100 % militanter Veganer möchte ich nicht werden, aber soweit es für mich gut erscheint, werde ich mich vegan ernähren und es genießen.

Wie langweilig war im nachhinein doch die gutbürgerliche fleischreiche Ernährung.

Umfeld

Einige wenige kommen damit nicht klar, dass ich kein Fleisch mehr esse und sind ständig am lästern oder geben Kommentare zu meinem Essen ab. Anfangs war mir das egal, sollen sie doch sagen, was sie wollen. Inzwischen geht es mir einfach nur auf die Nerven, wenn ständig jemand abfällig über mein Essen redet. Die Konsequenz z.B. an der Arbeit: Ich esse jetzt für mich im Büro oder gehe mit mir wohlgesinnten Kollegen vegan auswärts essen. Das heißt nicht, dass man allem aus dem Weg gehen sollte, aber irgendwann hat man einfach keine Lust mehr, sich zu erklären. Die Mehrzahl der Menschen in meinem Umfeld nehmen es super auf und sind begeistert von dem leckeren Essen.

Warum?

Ja, warum sollte man sich eigentlich vegan ernähren? Es wird behauptet, dass der Mensch ein Allesfresser ist. Wir können zwar alles essen, was aber nicht heißt, dass es gut für uns ist. Das, was heute in den Supermärkten angeboten wird, ist größtenteils Schrott und man weiß nie, was einen erwartet. Nach der Vielzahl an Lebensmittelskandalen in den letzten Jahren und die unwürdigen Bedingungen der Massentierhaltung ist es mit der veganen, bio und zusatzstoffreien Ernährung viel einfacher, dem ganzen aus dem Weg zu gehen. Meine Hauptintention ist nicht die Tierliebe. Ich will mich gesund und bewusst ernähren, nebenbei noch ein wenig die Umwelt schonen und den Tieren den Respekt zollen, den sie verdient haben.

Vegan ernähren ist für mich nicht genug. Ich würde lieber ein Mal im Monat eine Pizza mit Käse essen, als mich nur von veganen Fertigprodukten zu ernähren. Das macht für mich nämlich überhaupt keinen Sinn. Viele dieser Fertigprodukte enthalten zu viele Zusatzstoffe, Salz und Zucker, was genau so ungesund ist, wie zu viele Tiere essen.

Danke

Am Ende will ich noch den Menschen danken, die mich während der Challenge unterstützt haben. Das ist zum einen die liebe Kati, die hier alle meine Texte korrigiert hat und auch sonst immer ein offenes Ohr für mich hatte. Meiner mum für das tolle Biogemüse aus ihrem Garten und allen, die mich nicht dafür verurteilt haben. Danke auch an den Becker Joest Volk Verlag für die Bilder und Rezepte.

Ein ganz großes Lob und vielen Dank für die Motivation und die Rezepte geht natürlich an Attila Hildmann.

Natürlich will ich nicht vergessen, all denen zu danken, die mich mit ihren intoleranten und unqualifizierten Kommentaren wissen lassen haben, wie ekelhaft doch mein Essen aussieht und wie ungesund das doch alles sei. Ich kann sie ja verstehen. Sie wissen es halt nicht besser, aber trotzdem habe ich manchmal zu wenige Mittelfinger für sie, danke. :-)

Danke auch an alle Instagrammer, die meine Bilder geliked haben.

 

Was liegt vor mir?

Deine Zukunft ist, wozu du sie machen willst. Zukunft heißt wollen.

Dalai Lama

Greetz

Johnny

Rezept: Vegane Kichererbsensuppe

Gestern gab es bei mir eine “Vegane Kichererbsensuppe”. Eigentlich sollte es was aus dem neuen Buch von “Vegan to go” Atilla Hildmann werden, aber mangels Zutaten musste ich selber aktiv werden und das ist rausgekommen. Die Buchvorstellung und ein paar Rezepte aus dem neuen Buch werde ich bald hier veröffentlichen.

Vegane Kichererbsensuppe

 

Vegane Kichererbsensuppe by Johnny

Zutaten für eine Person:

150 g Kichererbsen aus der Dose (oder roh, dann am Abend vorher einlegen)
1 Knoblauchzehe
15 g Walnussöl
1 große Möhre
1 El Zitronensaft
4 eingelegte Tomaten
2 Tl Petersilie
500 ml Wasser
1/2 veganer Gemüsebrühwürfel
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Zubereitung:

Kichererbsen abtropfen lassen und kurz abbrausen. Knoblauch sehr fein zerkleinern (am besten mit der Presse). Möhre würfeln und alles in einen Topf geben und ca. 20 min. kochen.
Nach 15 min. die zerkleinerten Tomaten dazugeben und weiter kochen.
Anschließend die Petersilie, das Walnussöl, den Zitronensaft und die Gewürze dazugeben, kurz aufkochen…………. fertig und genießen.

Tag 60 – Vegan for Youth Challenge

Vorgestern war Tag 60 und damit ist die Challenge eigentlich vorbei, da ich aber einen Tag ausgesetzt habe (60. Geburtstag von meinem Marathon-Onkel), habe ich 3 Tage drauf gepackt. Damit geht die Challenge bis einschließlich Sonntag und ab Montag ist wieder alles erlaubt :-). Wie ich mich ab dann ernähre und was ich in Zukunft sonst so mache, erfahrt ihr in meinem Abschlussbericht, der kommt sobald ich damit fertig bin. :-)pura vida - fulda

Gestern Morgen war ich mit meinen Kollegen im “pura vida” zum Frühstücken. Ich hatte mich natürlich vorher Informiert, ob ich ein veganes Frühstück bekommen kann. Am Telefon wurde mir gesagt, das sei gar kein Problem.

Das “pura vida” findet ihr am Luckenberg, direkt gegenüber des “HairSzenario Luxury”. Mir gefällt das eher alternativ eingerichtete Café sehr gut. Das gemütliche Flair wird von vielen Kunstgegenständen, die im ganzen Laden verteilt sind, umrahmt. Die Kunst ist teilweise auch zu erwerben. Die Besitzerin und die Bedienungen waren sehr freundlich und zuvorkommend. Das wichtigste war natürlich das leckere Frühstück. Ich bekam einen Teller mit Fitnessbrot, Curry Hummus und noch einen Aufstrich, der aus was auch immer war, aber sehr lecker, dazu lagen noch Früchte und etwas Salat auf dem Teller. Danach gab es noch einen Sojajoghurt mit frischen Früchten, der auch fantastisch geschmeckt hat, ich war satt, alles perfekt. Mein erstes vegane Frühstück in Fulda erhält das Prädikat “SEHR LECKER” :-)

Auch als nicht veganer Lohnt es sich, im “pura vida” zu frühstücken, da es ja kein veganes Café ist, sie bieten es nur zusätzliches an. Das eigentliche Special ist der Café und/oder die Zubereitung. Die Besitzerin ist eine Kaffeeexpertin, die einige Jahre in Guatemala verbracht hat. Online findet ihr das “pura vida” hier http://www.puravida-fulda.de
Frühstück pura vidaFrühstück pura vida

Ernährung

Frühstück Veganes Frühstück im pura vida Fulda
Grünertee
Mittag Superfood-Amaranth Matcha-Pop (gepoppter Amaranth, Sojajoghurt, Reissirup, Matcha-Pulver, Pflaumen) S. 89 im VFY Buch
Nachmittag Vegan for Youth Juice (Äpfel, Karotten, Kürbis, Orangen, Acai, Matcha, Acerola, Wallnussöl)Vfy Lifeguard Praline
Abend Möhren-Kürbis-Suppe mit gerösteten Macadamias – S. 204 im VFY Buch
1l Kräutertee (Yogi classic)


Sport

Kraft Klettern im DAV Kletterzentrum Fulda
Ausdauer frei
Stretching
Relax Muskelentspannungsbad

 

Tag 55 – Vegan for Youth Challenge – Rhoen Super Cup 2014

Am Samstag ging die Laufserie Rhön-Super-Cup in Steinbach (Burghaun) in die letzte Runde. Mit einer Minute Vorsprung gewann Frank Schäfer aus Eichenzell das Rennen vor Martin Müller aus Hünfeld. Ich kam nach 56,52 min. ins Ziel und bin sehr zufrieden mit der Zeit, da es doch ganz schön bergauf ging. In meiner Altersklasse belegte ich den Platz 10 und den 61. in der Männer-Gesamtwertung.

Urkunde Rhoen Super Cup Steinbach

Mit diesem Lauf war die Rhön-Super-Cup Serie für das Jahr 2014 beendet. Ich konnte leider nur an 7 Läufen teilnehmen, was aber gereicht hat, um das erste Mal in die Gesamtwertung zu kommen. Dafür bekam ich eine Urkunde und eine schöne Sporttasche geschenkt. Ich belegte mit 6950,8 Punkten in meiner Altersklasse den 11. Platz und wurde 120. der Gesamtwertung. Glückwunsch an meinen Laufgefährten Thomas Knips, der erster in meiner Altersklasse geworden ist.

2015 heißt es Top 10 in der Altersklasse und Top 100 in der Gesamtwertung.

Meine Vegan for Youth Challenge läuft weiterhin super, darüber berichte ich noch mal in den kommenden Tagen.

Meine Ergebnisse 2014:

Datum Veranstaltung Ort Länge (km) Zeit (min) Ø min/km
 12.04.2014 Bimbacher Mühlberglauf Bimbach 10,7 59,551 5,566
 27.04.2014 28. Fuldaer Volkslauf my Fitbook Fulda 10 55,249 5,525
03.05.2014 2. Gersfelder Lauf “Rund um den Wildpark” Gersfeld 11 66,453 6,041
 06.06.2014 21. Eichenzeller Frühlingslauf Eichenzell 11,4 55,504 4,869
23.08.2014 2. Lauf “Rund um das Kalbachtal” Mittelkalbach 10,8 51,597 4,778
06.09.2014 Rhön Panoramalauf Poppenhausen 11,2 56,091 5,008
20.09.2014 18. Salzberg-Lauf in Steinbach- RSC-Finale 2014 Steinbach 11,2 56,521 5,047

Tag 55 – Vegan for Youth Challenge – “Qigong Yangsheng”

Letzte Woche war ich das erste Mal in einem Qigong Kurs an der VHS. Dazu hatte ich mich spontan angemeldet, nachdem mir die 3 Übungen aus dem Vegan for Youth Buch so gut getan haben. Frau Gudrun Pramme leitet den Kurs und ist nach dem ersten Eindruck sehr sympathisch. Der Kurs “Qigong Yangsheng für Anfänger mit geringen Vorkenntnissen” findet 8 Mal statt und soll Folgendes vermitteln:

Übungen aus dem Qigong Yangsheng für Standfestigkeit und Entspannung. Mit einfachen und wirkungsvollen Übungen erlernen die Teilnehmer in diesem Kurs, wie sie sich in alltäglichen Situationen kurzzeitig “ausklinken” können. Sie steigern ihre geistige und körperliche Fitness durch Entspannung und erleben, wie die Füße wieder festen Boden bekommen und der Kopf frei wird. Quelle: http://vhs-fulda.de

Am ersten Abend gab es eine kleine Vorstellungsrunde und die erste Übung aus dem “Qigong Yangsheng”, die sich “stehen wie ein Baum oder Pfahl” nennt, was schon mal gar nicht so einfach war, aber nachdem man es halbwegs hinbekommen hat, fühlt man wie die Hände kribbeln und extrem viel Energie fliest. Das kann man sich als Unbeteiligter kaum vorstellen, auch ich hätte das vor 2 Monaten kaum geglaubt, aber es funktioniert. Anschließend durften wir uns zum Meditieren auf den Boden legen. Das war auch super relaxt und damit hatte ich auch meine Vegan for Youth Challenge Aufgaben für diesen Tag abgehakt. :-) Mein erster Eindruck ist sehr positiv und ich freue mich schon auf das nächste Mal.


Ernährung

Frühstück Selen-Crunch mit Brombeeren (S.93 VFY)
1 l Grünertee (Pink Grapefruit von Teegeschwendner)
Matcha-Latte
Mittag Vegane Sushi (@Little Tokyo)
Nachmittag Vegan for Youth Juice (Äpfel, Karotten, Kürbis, Orangen, Acai, Matcha, Acerola, Wallnussöl)
Abend Zucchini U-Boot “Artischocke” (S.134 VFY)
1l Kräutertee


Sport

Kraft Freeletics Exercise + Workout Poseidon
Ausdauer
Stretching
Relax Qigong an der VHS mit Meditieren

Tag 54 – Vegan for Youth Challenge – Halbmarathon

Am Sonntag war es wieder soweit. Die lokale Laufszene traf sich im “Stadion der Stadt Fulda” zum Fuldaer Laufevent des Jahres, der 21. Fulda Marathon. Da ich fast das ganze Jahr 2013 kaum laufen und damit nicht für den Fulda Marathon trainieren konnte, musste ich letztes Jahr aussetzen. Deswegen bin ich um so glücklicher, dass ich dieses Jahr dabei war. Einen Tag vorher ging ich zur FH Fulda, um mich für den Halbmarathon anzumelden. Die ganze Anmeldung hat 5 min. gedauert und kostet 20 Euro.

21. Fulda Marathon

Der Tag

Am Marathonmorgen bin ich um 07:00 Uhr aufgestanden, um zwischen das Frühstück und dem Lauf ein paar Stunden zu bringen und ich musste vor dem Lauf ja noch meine Neugeborene Nichte Emma im Krankenhaus besuchen. Es gab trotzdem nur ein “Vegan for Youth – Ciabatta” mit einem süßen veganen Aufstrich und einen Matcha-Latta (Matcha, Hafermilch, Vanillepulver, Reissirup, Salz). Nach dem Frühstück habe ich meditiert und die 3 Qigong-Übungen aus dem “Vegan for Youth” Buch gemacht. Das Meditieren klappt übrigens so lala, ich denke eigentlich an alles, nur nicht an das Meditieren oder eher gesagt nicht an “Weißes Licht ein, schwarzer Rauch aus” :-). Egal wie gut oder schlecht das klappt mit dem Meditieren, es gibt mir mehr Power und macht mich fokussierter. Gegen 10:20 Uhr kam ich endlich im Stadion an. Ich empfehle jedem, etwas früher anzukommen, dann kann man noch am Stadion parken. Das konnte ich nicht mehr, da leider schon alles abgesperrt war. Nach einem kurzen Plausch mit meinem Kollegen und Verwandten und 20 Toilettenbesuchen (man möchte ja nicht während des Laufs ständig ins Gebüsch rennen), kurzes Warmlaufen, ging es zur Startaufstellung. Ich startete mit einem Kollegen im Mittelfeld, der mich bis ca. km 4 begleitete, dann konnte er nicht mehr mithalten, da er quasi ohne Training gestartet ist.
Der Lauf lief ziemlich gut und ich konnte einen nach dem anderen überholen und bei km 10 war ich wirklich “platt”, Runtastic flüsterte mir ins Ohr 48 min.. Wow, das war natürlich der Knaller. So schnell war ich noch nie auf 10 km. Total motiviert ging es auf die letzten 11 km mit einer Durchschnitts-Pace von 04:47 min/km und überglücklich kam ich nach 01:42:18 h im Ziel an. Für mich eine super gute Zeit, mit der ich nicht gerechnet hatte. Gerade weil ich nicht perfekt geschlafen hatte und morgens mit Schnupfen aufgewacht bin. Ich will mal behaupten, dass die vegane Ernährung einen großen Anteil an dieser Zeit hat und bin gespannt, was da noch kommt. Nach gerade mal knapp 50 Tagen kann man noch keine große Aussage darüber machen.

21. Fulda Marathon

 

Tag 50 – Vegan for Youth Challenge – Rezept

Heute gibt es wieder ein Rezept aus dem “Vegan for Youth” Buch. Diesmal sind es kleine Superfood-Pralinen, etwas Leckeres für zwischendurch. Im Buch gibt es mehrere Varianten, die alle sehr lecker sind. Während der Challenge könnt ihr davon jeden Tag eine essen. Danke an den Becker Joest Volk Verlag für das Rezept.

Vegan for Youth Superfruit Lifeguard

Foto: Simon Vollmeyer

Superfruit Lifeguard

Zutaten für ca. 15 Stück
65 g Braunhirse-Flakes
120 g Cranberrys
65 g Datteln (ohne Stein)
1 gestr. TL Acai-Pulver
55 g Kokosraspeln
50 g Cashewkerne
40 g Agavendicksaft
Zubereitung ca. 10 Minuten plus ca. 30 Minuten
Kühlzeit
Die Braunhirse-Flakes in eine Tüte füllen, die Tüte schließen
und die Flakes in der Tüte mit den Händen zerbröseln. Die
restlichen Zutaten in einem Mixer miteinander pürieren. Den
Mixer hin und wieder ausschalten, denn die Masse ist sehr
klebrig und der Mixer braucht eine Pause. Dann die Braunhirsebrösel
gut mit der übrigen Pralinenmasse vermischen.
Aus der Masse kleine Kugeln formen. Vor dem Verzehr für
etwa 30 Minuten ins Tiefkühlgerät stellen.

Tag 46 – Vegan for Youth Challenge – Shops

Die letzten Tage hatte ich etwas wenig Zeit, zum einen habe ich viel trainiert für den Halbmarathonlauf in Fulda und sonst hält das Leben auch viele neue Überraschungen für mich bereit. :-) Damit ihr beim Einstieg in die vegane Ernährung oder in die Challenge, ich hoffe ja, dass es der eine oder anderen mal testen wird, keine Überraschung erlebt, habe ich einige Produkte, die man für die Challenge benötigt, in einem kleinen “astore (amazon)” aufgelistet. Die hier angebotenen Produkte sind bei amazon.de nicht unbedingt die billigsten und sollen nur eine Richtung geben. Gerade bei den Lebensmitteln könnt ihr lokal günstiger einkaufen. In Fulda lohnt es sich, öfters in den Läden:

denn’s Biomarkt
B!othek
tegut
Vitalia
Biobaeckerei-Regulski
vegan total (Onlineshop – Lieferung im Stadtgebiet Fulda ohne Mindestbestellwert und versandkostenfrei)

vorbei zu schauen.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende, wenn es morgen klappt, stelle ich noch mal einige Bilder von dieser Woche online.

Tag 41-42 – Vegan for Youth Challenge – Sport

Samstag, 06.09.2014, 15:05 Uhr, 18 °C, Regen: Startschuss zum “Rhoen-Panoramalauf Poppenhausen”  und ich mittendrin, na toll starker Regen, egal halb so wild, das Wetter ist zweitrangig, denn gelaufen wird ja so oder so. Die Strecke in Poppenhausen ist ca. 11,2 km lang und geht die ersten 5,5 km stetig leicht bergauf, dann wiederum nur noch bergab. Ich laufe lieber bergauf, aber dieses Mal konnte ich auch bergab mein Tempo laufen, was mir die letzten Läufe noch Schwierigkeiten bereitet hat. Nach ca. 56 Min. bin ich komplett durchgeweicht im Ziel angekommen, der Regen hat 1 min. später aufgehört.

RSC Poppenhausen Urkunde
Seitdem ich auf die vegane Ernährung umgestellt habe, läuft sowieso alles besser aus sportlicher Sicht. Beim Laufen werde ich schneller, die Regeneration hat sich extrem verbessert und ich fühle mich während dem Sport um einiges besser. Bei meinen Freeletics Workouts geht es endlich mal wieder voran, vor allem bei den Klimmzügen, die mir wirklich schwer fallen, läuft es seitdem besser. Das Gewicht geht runter, die Muskeln werden besser und die Ausdauer steigt, was will man mehr? Das ganze bei 0 % tierischer Ernährungsbestandteile und damit auch wesentlich weniger Eiweiß, auch weil ich keine Eiweißshakes mehr trinke. Mein Ernährung der letzten 2,5 Jahre bestand aus sehr viel Eiweiß und wenigen Kohlenhydraten (Lowcarb nach Dr. Strunz). Das hat mir zu diesem Zeitpunkt auch sehr gut geschmeckt und abgenommen habe ich damit auch 30 kg. Nur sportlich ging es nicht mehr weiter und mein Gewicht war lange bei ca. 80 kg festgenagelt. Erst jetzt geht es wieder voran und die Leistung steigt. Ich bin froh, dass ich durch das Buch von Scott Jurek (Eat & Run) auf diese Ernährung gestoßen bin. Aktuell freue ich mich, dass ich diesen Schritt gemacht habe und genieße die Vorteile und die Veränderung jeden Tag.

Ernährung

Am Samstagmorgen habe ich “VFY-Ciabatta” gebacken und mit selbstgemachten Peanutebutter-Banana-Crunchy u. Paprika-Chili-Aufstrich bestrichen. Mittags gab es auf die Ciabatta gegrilltes Gemüse. Nach dem Lauf gab es ein großes leckeres Zucchini U-Boot “Artischocke” (S. 134). An diesem Abend kam mal wieder ein Nachteil zum tragen. Ich war auf einem Polterabend eingeladen und habe da ausgeholfen, nach ein paar Stunden hatte ich wirklich hunger, aber was gibt es an so einem Polterabend???? Leider nur Würstchen und Fettebrote, also nix für einen Veganer, beim nächsten Mal habe ich was dabei, gute Vorbereitung ist alles. Man kann auch nicht erwarten, dass sie sich auf jeden einstellen, gerade heute gibt es so viele Menschen, die sich sehr unterschiedlich ernähren, da kann man nicht jeden berücksichtigen.

VFY Ciabatta

Am Sonntag gab es “Mixsalat mit Omega-3-Blaubeerdressing und Kuerbis-Rosmarin-Wedges”. Das Rezept findet ihr im “Vegan for Youth” Buch auf S. 171 oder hier im Internet. Da ich keine Blaubeeren hatte, musste ich mir mit “TK-Beerenmischung” aushelfen, hat super geschmeckt und ging wieder total schnell. Ich empfehle euch das Dressing mit dem Pürierstab zu machen, aus dem Mixer geht das schlecht raus, da die Konsistenz sehr dickflüssig ist.

Tag 40 – Vegan for Youth Challenge – Rezept Kidneybohnen-buletten mit Zucchini-dip

Heute ist wenig Zeit, darum gibt es nur ein Rezept. Mahlzeit!

Kidneybohnen-Buletten mit Zucchini-Dip

Foto: Simon Vollmeyer

Zutaten für 2 Personen/
8 Buletten mit 4 cm Durchmesser

Für die Kidneybohnen-Buletten
1 1⁄2 rote Zwiebeln (brutto 100 g)
1 Knoblauchzehe
240 g gekochte Kidneybohnen (Abtropfgewicht; Dose)
2 EL Haferflocken (15 g)
25 g Pinienkerne
2 EL fein gehackte Petersilie
1⁄2 TL Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 EL gehacktes Basilikum
1⁄2 TL Johannisbrotkernmehl (3 g)
1 Msp. Zimt
1 Msp. Kurkuma
1 TL Senf
2–3 EL Olivenöl
Für den Zucchini-dip
1⁄2 weiße Zwiebel
500 g Zucchini
4 EL Olivenöl
1⁄2 EL gehackter Rosmarin
2 EL gehacktes Basilikum
1 EL frisch gepresster Zitronensaft

 

Zubereitung ca. 25 Minuten ohne Dip/
ca. 40 Minuten mit Dip
Für die Buletten Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Bohnen in einem Sieb abtropfen lassen und mit einer Gabel oder den Händen zerdrücken. Hafer­ flocken im Mixer vermahlen. Mit Zwiebeln, Knoblauch und Bohnen vermischen. Die Pinienkerne ca. 3 Minuten in der Pfanne ohne Fett anrösten, fein hacken und unter­ heben. Alle Zutaten für die Buletten bis auf das Olivenöl in einer Schüssel gut mit den Händen verkneten, damit das Johannisbrotkernmehl seine Wirkung entfalten kann. Mit den Händen aus der Masse kleine Buletten formen. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Buletten von jeder Seite ca. 4 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Anschließend auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller abtropfen lassen.
Für den Dip Zwiebel schälen und klein hacken. Zucchini waschen und in kleine Würfel schneiden. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Zucchini und Rosmarin darin ca. 8 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Dann den Pfanneninhalt im Mixer pürieren, restliches Olivenöl, Basilikum und Zitronensaft untermischen.
Buletten zusammen mit dem Dip auf Tellern anrichten.

AH! Mit über 8.400 haben Kidneybohnen von allen Hülsenfrüchten den höchsten ORAC-Wert (Stand 2013). Sie sind wahre Kraftpakete – in ihnen steckt nicht nur hochwertiges Eiweiß, sondern auch viele Mineralstoffe, darunter Molybdän, Eisen und Mangan. Außerdem sind sie eine gute Quelle für Tryptophan, woraus unser Körper das Glückshormon Serotonin macht.

Danke an den Becker Joest Volk Verlag für die Rezepte.